Impressionen
11.10.2009 - letzter Lauf zum ECC-2009
Walter und ich hatten uns am Morgen des 11. Oktober 2009 um 8.00 Uhr vor dem legendären la Quinta in Eynatten verabredet. Von dort aus düsten wir offen mit dem „ TR 250“ zur Wesertalsperre, dem Start und Ziel der Rallye. Bereits kurz vor der Talsperre entdeckten wir eine SK – ein X, das es wohl später zu notieren galt. Also bei der Anfahrt zum Ziel nicht vergessen.
An der Talsperre angekommen wurden wir auf unseren Startplatz Nr. 13 eingewiesen. Es herrschte schon reges Treiben. Marc und sein Team waren in Aktion - nur nicht nervös machen.
Wir frühstückten und warteten auf unsere ECURIE Kameraden, Rolf, Karl, Wolfgang, Christel und Tino, der extra aus Ludwigshafen angereist kam. Walter gab eine Mannschaftsnennung für die ECURIE ab.
Gegen 10.15 Uhr war Fahrerbesprechung, alle hörten Marc interessiert zu, der jede WP kommentierte und Beispiele der vor und nach der Pause zu notierenden SK’s zeigte. Wichtig: großer schwarzer Buchstabe auf weißer Tafel und später grau umrandete Schilder. Nach der Mittagspause waren zusätzlich noch die ersten beiden Buchstaben der Ortsausgangsschilder in die BOKA einzutragen.
Start für uns 10.43 Uhr. Kurz das eben erhaltene Roadbook prüfen - es fehlt die Seite 4. Walter spurtet sofort los in Richtung Marc und lässt sich ein neues Roadbook geben – Seite 4 fehlt wieder - Schreibfehler . 200 Meter weiter WP1, gut beschrieben im handgezeichneten künstlerisch wertvollen Test-Book / Bestzeit-Prüfung: Slalom um Pylone und Zeitmessung mittels Lichtschranke. Wir werden runtergezählt: 5,4,3,2,1, Start! - mit durchdrehenden Reifen gehe ich auf die WP, nur keine Pylone umfahren. Mit gefühlter guter Zeit (24 Sec.) geht’s mit dem TR 250 fliegend durchs Ziel.Ab jetzt hat Walter das Sagen. Wir fahren weiter Richtung Gileppe-Talsperre. Walter kontrolliert die Kilometrierung. Kleine Abweichungen müssen kompensiert werden. Kurz vor der Talsperre ein SK-Schild mit dem Buchstaben „I“ in gelber Folie; kurze Diskussion - nicht aufschreiben. An der „Gileppe“ angekommen, wartet die nächste Aufgabe WP2 / Schätzaufgabe: Bestimmung der Fahrzeugbreite auf eine Distanz von 50 Meter. Wir einigen uns schnell und sind doch recht zufrieden mit dem Ergebnis. Wir fahren als eins der wenigen Teams immer noch offen und ich habe das Gefühl, dies wird auch so bleiben.
Weiter geht’s bis Limbourg, dann nach Karte bis Henri-Chapelle und wie immer konzentriere ich mich auf die SK’s, die einen ja immer wieder überraschen. Zwischendurch noch Test 3 Start an „rot karierter Flagge“, eine Null-Zeitprüfung, wir überfahren die Ziellinie zur vollen Minute.
In Montzen, SA. OTRI Lager/Bahnhof angekommen, werden wir von Marc empfangen. Ein Team ist auf der Strecke. Kommentar von Marc: „Der fährt auch nicht richtig.“ Die Aufgabe sieht auf dem Plan gar nicht so schwer aus. Marc gibt den Start frei und ich donnere los. Pylonen in der richtigen Reihenfolge und von der richtigen Seite anfahren 1, 2, im Slalom dann an 3 und 4 rechts vorbei – „Walter, wohin?“ - runter Richtung Start Pylone 5, drehen, zurück nach 6, und 7 rechts liegen lassen. Ab hier war ich raus, nur noch irgendwie zu der achten Pylone und dann zum Ziel. Marc ganz trocken: „Ihr habt die 9 vergessen.“ Ich ärgere mich! Ich hätte die Prüfung etwas gebremster angehen lassen sollen, dann wäre dieser Fehler nicht passiert. Doch wir werden weiter kämpfen.
Etwas ruhiger geht es weiter über die belgischen Straßen nach Walhorn. Hier müssen wir eine Kartenprüfung absolvieren. Vorsicht: immer nach den SK’s Ausschau halten.
WP 5 – Raerenpfad - Hier hat Marc eine Steigerung zu 2008 eingebaut. Vier Eintragungen auf einem Bierdeckel, eine gute Idee. Diese Prüfung absolvieren wir in einer sehr guten Zeit. Auf heimischen Pfaden geht’s in Richtung Burg Raeren in die Nachmittagspause - Kaffee und Kuchen – lecker!
15.25 Uhr Start zur zweiten Etappe. Ach, bald hätte ich es vergessen, wir mussten nun doch das Verdeck zumachen, es hatte angefangen, in Strömen zu regnen. Große persönliche Notiz im Bordbuch: Ab hier zusätzlich die Ortsausgangschilder notieren.
Nun, fahren nach Karte! Hier scheiden Christel und Wolfgang Grieser wegen Fahrzeugdefekt aus. Der ADAC musste gerufen werden. Bei schlechtem Wetter nehmen wir unsere zwei Selbststempel in die Bordkarte auf und fahren weiter nach Hauset. Bei der Spedition „Van Weersth“ müssten wir beim Test 6 so nah wie möglich parallel an einen Balken fahren. Berühren kostet 10 Strafpunkte, also lieber etwas wegbleiben!
Weiter, bei mir zu Hause vorbei, Richtung Hergenrath, Parkplatz: Stempeln und weiter, eine gemeine Null-Zeitprüfung in Astenet und im Industriegebiet Raeren WP 8. Starten, nach 10 Metern anhalten, Beifahrer aussteigen lassen. Hier gibt mir Walter sehr früh die Freigabe zum Fahren. Naja, die Tür fliegt durch den Kavalierstart von alleine zu. Bei der Wende noch eine SK registrieren, Beifahrer Walter wieder einladen und mit Vollgas durchs Ziel. Interessant ist die nächste DK. Abzuholen im Bierzelt. Gelegenheit auf die Schnelle noch ein Bier, gemeinsam mit Familie Schunck aus Eupen (Start Nr. 40) , zu trinken.
Auf der Anfahrt zum Ziel Ausschau nach der uns bekannten letzten SK halten. Allerdings war aus dem „X“ ein „G“ geworden. Warum ? Im Ziel, gegen 18.15 Uhr werden wir herzlich von Marc empfangen. Wir sind der Meinung, dass wir uns das Glas Sekt redlich verdient haben und freuen uns auf ein reichhaltiges Abendbuffet, nette Gespräche sowie die anschließende Siegerehrung!
20.15 ist es soweit, Marc bedankt sich bei seinem Team für eine hervorragende Leistung, bei den Sponsoren und allen Helfern! Pokale gibt es für 30 % der Teilnehmer und eine Menge Sonderpreise.
Die Eupen Rallye war wieder eine Oldtimer- Veranstaltung der besonderen Art. Strecke gut, Wertungsprüfungen gut. Alles O.K.
Wir sind auf jeden Fall nächstes Jahr wieder dabei!
Danke an,
Alfa Romeo Club Eupen, das Team Kistemann, die Familie Kistemann und besonders Marc Kistemann.
Rainer Keuser
Start Nr. 13 / ECURIE Aix-la-Chapelle
Tolle Bilder auch bei Elias Walpot Photographie!

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