Impressionen

27.06.2010 - dritter Lauf zum ECC-2010

Ein Sommermärchen...: Deutschland gewinnt 4:1 gegen England, Sebastian V. siegt in Valencia und die Ecurie Aix-la-Chapelle veranstaltet den dritten Lauf zum ECC-2010; und das alles bei strahlendem Sommerwetter. Bis auf die Wetteraussichten wissen die Teilnehmer am Morgen bei der Abnahme aber noch nicht, was dieser letzte Sonntag im Juni wirklich bringen wird.

Nach ausgiebigem Frühstück und Fahrerbesprechung wird Punkt 10:01 gestartet. Die kompetente Vorstellung der Teams und ihrer Boliden informiert die zahlreichen Zuschauer, die bei herrlichstem Wetter schon früh den Weg ins Fahrerlager an der Neuenhofstraße gefunden haben.

Das Bordbuch führt die Teams mittels "Chinesen-Zeichen" ohne Kilometrierung zur ersten Wertungsprüfung am Hotel Mercure. Unterwegs sollen die beiden ersten Buchstaben der (deutschen) Ortseingangsschilder und eventuelle Sichtkontrollen (Baumaffen) in die Bordkarten eingetragen werden. Das erste Ortsschild (Aachen) steht schon gut 800 Meter nach dem Start und wird von vielen wohl gar nicht richtig registriert. Zu sehr ist man noch damit beschäftigt, sich in die Unterlagen einzulesen.

Am Hotel Mercure ist ein Slalom-Parcours mit Baken aufgebaut. An jeder Bake hängt ein (verdeckter) Buchstabe und ein Stift. Die Aufgabe: So schnell wie möglich von Bake zu Bake fahren und anhalten. Abwechselnd schreibt Fahrer bzw. Beifahrer den jeweiligen Buchstaben ins Aufgabenblatt. Die Gesamtzeit wird mittels Lichtschranke gemessen. Den drei besten Teams winken Hotelgutscheine in Berlin, was natürlich den Ehrgeiz schon ein wenig anstachelt.

WP2, die "S&N Automobilzentrum Aachen" - Prüfung ist auch recht tricky in der Metzgerstraße gesteckt: Sollzeitprüfung 100 Sekunden um verschiedene Gebäude herum innerhalb einer Baustelle. Nur wer hier zwischen all den Baken den Durchblick behält, holt sich auch planmäßig die beiden Stempel ab und schafft die 1:40 ohne Stress (Man munkelt, einige kreisen heute noch :-)

Locker flockig geht die Fahrt über den Dreiländerpunkt nach Belgien, wo bald WP3 und 4 (Jacobs-Gruppe - Prüfung) als doppelte Sollzeitprüfung zu meistern sind - "no sweat"! Verschiedene Orientierungsaufgaben nach Kartenausschnitten (mit Überlappungen) erfordern höchste Konzentration der Teams und führen schließlich zur Mittagsrast nach Blegny, wo KEINE Zeit ist, das Museumsbergwerk zu besichtigen. Das wäre sicher eine kühlende Angelegenheit ob der tropischen Temperaturen.

Etappe 2 beginnt wieder mit "Chinesen" und einer Kartenskizze um s-Gravenvoeren (wie, noch nie gehört?). WP5 "Winnen-Metall" - Prüfung ist eine 0-Sekunden-Prüfung bevor weiter Richtung Maastricht bei Margraten eine Überlappung zwischen "Chinesen" und Karte wartet. Vereinzeltes Kreisen verschiedener Teams deutet auf leichte Verwirrung hin. Auch hier ist äußerste Konzentration gefordert, da die Aufgabenstellung im Kartenausschnitt nicht ohne ist.

Die nächste Karte sieht viele Teams wieder mit deutlichen Fragezeichen in den Augen: "Wo sind wir hier eigentlich?" Einmal auf dem richtigen Weg, folgt auch schon bald WP6 als 0-Sekunden-Prüfung. Zurück in Deutschland bitte nicht die Ortseingangsschilder vergessen.

Ziel ist wieder die Neuenhofstraße mit einer 13 Sekunden-Sollzeitprüfung, bevor die Recken ihre Boliden abstellen und zum Public-Viewing entlassen werden. Immerhin spielt "Schland" um den Einzug ins Viertelfinale, während Sebastian V. in Valencia schon in P...-Brause gebadet wurde.

Die "Aachener Wüstenschleifer" berichten von ihrem Abenteuer Allgäu-Orient Rallye und Rallye-Ass Reiner Altenheimer erzählt im Interview mit Michael Winnen manchen Schwank aus "der guten alten Zeit". Die Zeit bis zum Buffet vergeht, wie im Fluge und dann ist auch schon Siegerehrung. Pokale und Ehrenpreise werden verteilt und die Freude kommt für den ein oder anderen überraschend. Mancher wundert sich, dass er doch mehr übersehen hat, als geplant.

Dieser sonnige Tag im Juni wird vielen in Erinnerung bleiben; nicht zuletzt, weil die Ecurie mit ihren unermüdlichen Helfern wieder eine tolle Veranstaltung auf die Beine gestellt hat. Dass sie aber die Löw-Truppe und Sebastian V. auch noch zu deren Superleistungen motivieren konnte, ist ein Traum - ein Sommermärchen eben!

Klaus Jansen
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